Geschichte der Shettys

Das heutige Shetland-Pony geht auf einen Urtyp zurück, der schon vor mehr als 5000 Jahren, vorwiegend im Nordwesten Europas, heimisch war. Man nimmt an, dass die Shetland-Ponys zu den direktesten Nachkommen der keltischen Primitivponys gehören. Nach der Aufzeichnung aus dem Jahre 1568 wurde anerkennend von kleinen, zähen Ponys, die sich auf den Shetland-Inseln befanden, gesprochen. Sie seien nicht größer als Esel und zeichneten sich durch Härte und Ausdauer aus.

Die urwüchsigen Shetland-Ponys wurden durch das Leben auf den sturmgepeitschten schottischen Inseln (Shetland- & Orkney) geprägt. Die halbwilden Ponys mussten mit kargem Futterangebot, wenig Gras, Moos aber auch Seetang, Strandhafer und sogar Abfällen von Fischen, überleben. Es war ein stetiger Kampf gegen Kälte und Hunger.

Als in Großbritannien 1847 die Frauen- und Kinderarbeit in den Bergwerken verboten wurde und Männerarbeit zu teuer war, suchte man nach Ersatz.Es begann eine finstere Zeit für die Ponys. Sie wurden an Seilen in die engen Schächte der Bergwerke herabgelassen, um schwere Loren voll Kohle zu ziehen. Sie sahen zum Teil das Tageslicht nie wieder. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts kamen die ersten Vorschriften, welche die Arbeitsbedingungen für Shetland-Pony ein wenig erleichterten.

Marquess of Londonderry begann 1871 mit der planmäßigen und qualitätvollen Zucht. 1890 wurde die Shetland Pony Stud Book Society (SPSBS) gegründet, die seit 1891 das Stutbuch herausgibt. Angaben zufolge hatten von den über 400 ersteingetragenen Stuten fast alle ein Stockmaß unter 86 cm, die Kleinsten sogar zwischen 71 und 76 cm. Damals war es das erste Stutbuch für eine Ponyrasse. In Deutschland begann 1900 die Zucht von Shetland-Ponys.